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Psychologie
Falle Internet | Falle Internet |
| Geschrieben von beautyfan | |
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Da man oft hochkonzentriert vor dem Bildschirm sitzt, schließlich muss man Aktionen ausführen, Fragen beantworten, Kartennummer eingeben und vieles mehr, wird die Umgebung ausgeblendet. Die zeitweise lange Verweildauer im Internet ist an sich noch kein Problem, ein Problem wird es, wenn das Internet die Realität ersetzt - wenn ein Leben ohne Internet bedrohend einsam und ereignislos wird. Sie merken, dass Sie das Internet nicht mehr als Hilfsmittel, sondern als Lebensinhalt nutzen, wenn Sie das, was Ihnen einmal wichtig war, vernachlässigen. Wenn Sie zum Beispiel mehrmals Ihren Freunden absagen, wenn es Ihnen egal wird, wie Sie aussehen oder wann Sie essen, wenn Sie kaum noch schlafen. Bedenklich ist auch die Tendenz, sich im Internet eine Pseudoidentität aufzubauen, wenn sie mehr als nur kurzweiligen Gag ist. Jemand anderes zu sein oder seine Träume mit einem Mausklick wahr werden zu lassen, ist eine große Versuchung, die leider oft einen Realitätsverlust einleitet. Die zweite Identität mutiert zur Schein-Wirklichkeit und der Alltag erscheint unerträglich. Eine Beendigung dieses selbst schädigenden Verhaltens beginnt mit der Analyse der tatsächlichen, persönlichen Nutzung des Internets und mit der Vermeidung der überflüssigen Onlinezeiten. Die Lücke, die durch den Verzicht der gewohnten Kommunikations- und Aktionsform entsteht, muss geschlossen werden. Am Besten mit sinnvollen Aktivitäten, die real und nicht mehr virtuell ausgeübt werden und Menschen einbinden, die die Persönlichkeit des Freundes mögen, genau so wie sie ist. Wo diese Möglichkeiten nicht, oder nicht mehr, bestehen, kann die qualifizierte Hilfe eines Therapeuten den Weg in Realität erleichtern. |
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